Ein ganz gewöhnlicher Jude von Charles Lewinsky


Ein Solo-Theaterstück für das Klassenzimmer. Ab 15 Jahren.
"Wir haben die gleiche Geschichte aber nicht die gleichen Geschichten. Obwohl es alles deutsche Geschichten sind."
Der Bestsellerautor Charles Lewinsky ("Melnitz") verwebt in diesem scharfsinnigen Theaterstück jüdisch-deutsche Geschichte mit der zeitgenössischen Identitätssuche im Einwanderungsland Deutschland.

Nähere Informationen:
Ein ganz gewöhnlicher Jude - Theaterstück von Charles Lewinsky
Ein ganz gewöhnlicher Jude - Theaterpädagogisches Konzept


Ein ganz gewöhnlicher Jude von Charles Lewinsky
mit Andreas Schmid.
Inszenierung: Bastiane Franke.
Aufführungsrechte: Verlag Jussenhoven & Fischer Köln.
Ein Theaterstück ab 15 Jahren.

Das Stück
Ein Lehrer behandelt das Thema Judentum im Sozialkunde-Unterricht. Er schreibt an die jüdische Gemeinde, weil er gerne einen "jüdischen Mitbürger" zu einem Besuch in seiner Klasse einladen möchte. Der Brief wird an den Journalisten E. Goldfarb weitergegeben, er ist jemand, der gerne Geschichten erzählt…
Gordfarb reagiert zunächst voller Abwehr, und polemisiert gegen die falsche political correctness, als die er das Ansinnen des Lehrers empfindet. Dabei erzählt er eben doch seine Geschichte, die Familien-Geschichte eines ganz gewöhnlichen Juden aus und in Deutschland. Einige wenige Gegenstände sind die Erinnerungsträger, anhand derer sich erzählen lässt vom Holocaust, vom Überleben und vom Neuanfang, vom Versuch, das Judentum abzulegen, von der Schwierigkeit als Vater seinen nichtjüdischen Sohn anzunehmen.
Er erzählt über jüdische Gebräuche und Rituale, die ihm vertraut sind und fremd zugleich, und spricht- unvermeidlich- über sein Verhältnis zum Staate Israel:
"Ich bin nur Emanuel Goldfarb. Ein ganz gewöhnlicher Jude. Der mit seinem Projekt, ein ganz gewöhnlicher Deutscher zu werden, kläglich gescheitert ist."

Das Theaterstück wurde von TheaterKunst Köln in Kooperation mit F&F-Produktion und der Studiobühne Köln entwickelt.
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Weitere Infos unter Tel.: 01577 418 08 48.
Gerne schicken wir Ihnen auf Anfrage den Flyer zum Stück zu. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Der Autor
Charles Lewinsky, geb. 1946 in Zürich, arbeitet als erfolgreicher Drehbuchschreiber für Film- und Fernsehen. Er ist Kulturjournalist, Regisseur und preisgekrönter Romancier ("Johannistag"2001, "Melnitz"2006).
Aufführungsrechte: Jussenhoven & Fischer Köln

Der Schauspieler
Beim belgischen AGORA Theater entwickelte Andreas Schmid in Ensemblearbeit Kinder- und Jugendtheaterstücke für den französischen und deutschen Sprachraum. Hierfür wurde er 2005 u.a. mit dem Preis der belgischen Kulturministerin ausgezeichnet.
2008 wurde er als Regisseur mit der Inszenierung "Das Lied vom Sag-Sager" von D. Danis für den Kölner Theaterpreis 2008 nominiert.
Als Mitbegründer des Theaterkollektivs lichtgestalteN entwickelt und verkörpert er zeitgenössische Dramatik.
Andreas Schmid entwickelt als selbstständiger Theaterpädagoge Konzepte zu den Themen Interkulturalität, Gewaltprävention und Persönlichkeitsentwicklung und setzt sie für verschiedene Bildungsträger an weiterführenden Schulen um.


Ein ganz gewöhnlicher Jude - Theaterpädagogisches Konzept

Wie erfahre ich die Vergangenheit in der Gegenwart, jenseits von Schwarz - Weißbildern und Gedenkveranstaltungen zum Holocaust?
Unsere Produktion ist ein Dialog mit den jugendlichen Zuschauern an deren Arbeitsplatz: dem Klassenzimmer.
Wir schicken den Schauspieler Andreas Schmid als Emanuel Goldfarb in ein Klassenzimmer Ihrer Schule. Hier trifft er auf eine deutsche Realität 2010 und begegnet Christen, Muslimen, Juden, Atheisten. Sie alle leben in Deutschland - miteinander?

"Wir behandeln im Sozialkundeunterricht gerade die Juden", schreibt ein gutmeinender Lehrer an eine jüdische Gemeinde, "nun kenne ich leider keinen Juden persönlich, und deshalb wäre es nett, wenn Sie mir einen vorbeischicken könnten, der den Schülern was erzählt."
Der Journalist Goldfarb lehnt ab. Warum? In unserer Inszenierung kommt er wütend in die Schule und präsentiert seine Gründe mit Laptop und Videobeam. Er berichtet von seinen Erfahrungen als Ein ganz gewöhnlicher Jude in Deutschland.

Das Aufeinandertreffen der verschiedenen Religionen in Deutschland, und die zunehmende Bedeutung von Religionsfragen (in Kombination mit nationalen Identitätsfragen) im öffentlichen Raum, ist der Ausgangspunkt der Inszenierung.
Religiöse Rituale geben Sicherheit.
Viele Jugendliche sind heute wieder sehr aufgeschlossen gegenüber Glaubensinhalten, die noch vor vielen Jahren als altmodisch galten.
Religion stiftet Identität und schafft Gemeinschaftserlebnisse.
Sie birgt aber auch die Gefahr, anders- oder nicht gläubige Menschen auszugrenzen. Fundamentalistischen Strömungen ist gemeinsam, dass sie sich über andere Religionen erheben und ihre alleinige Gültigkeit behaupten.
Toleranz bleibt unabdingbarer Grundwert einer humanistischen, demokratischen Erziehung.
Das Stück bietet Anschauungsmaterial und Diskussionsstoff zum Thema Religion und Identität generell. Am Beispiel "Jude sein in Deutschland" bzw. "Deutscher Jude sein" wird der alltägliche Umgang mit der deutschen Geschichte (Nationalsozialismus und Antisemitismus) und der persönliche Kontakt mit Juden (Mitschülern, Mitbürgern) hinterfragt. Von besonderem Interesse wird bei der Nachbearbeitung des Stücks die Diskussion mit Schülern aus muslimischen Kulturkreisen sein.

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